Erst Diagnose, dann Reparatur
Beim Laden untersucht Video Toolkit das Video und schlägt konkrete Korrekturen vor. Jede lässt sich einzeln zu- und abschalten, ein Regler skaliert die Stärke. Im Experten-Modus stellst du alles selbst ein.



Was erkannt und repariert wird
Die Analyse misst, statt zu raten – und erklärt in Klartext, was auffällt.
Licht & Farbe
Zu dunkel oder überbelichtet, abgesoffene Schatten, ausgebrannte Lichter, Gegenlicht bei Gesichtern (Apple Vision), flaues Bild, Farbstich, blasse Farben.
Rauschen & Schärfe
Bildrauschen räumlich und zeitlich mindern, Schärfe über einen Re-Blur-Test beurteilen und gezielt nachschärfen.
Stabilisierung 2.0
Verschiebung, Kippen und Drehen werden über eine geglättete Kamerabahn ausgeglichen; Rolling-Shutter-Schräglage bei schnellen Schwenks wird aufgerichtet. Helligkeitsflackern szenenweise.
Hochformat & Quadrat
Automatischer 9:16-, 4:5- oder 1:1-Ausschnitt, der der Hauptperson folgt – auch für gedrehte Handyvideos.
Objektiv & Bildfehler
Verzeichnung von Weitwinkel/Actioncams, Randabdunklung, Zeilensprung und Banding – teils automatisch erkannt.
Szenen-Angleich
Schnitte erkennen, Szenen trennen, jede an ein Referenzbild aus dem Video angleichen und wieder zusammensetzen – für einen einheitlichen Look über alle Einstellungen.
Referenzbild
Spiele ein Bild ein, dessen Look dein Video bekommen soll – Farben und Tonwerte werden per 3D-LUT angeglichen.
Ton & Stimme
Rauschen, Netzbrummen (50/60 Hz), Dröhnen, Mulm, S-Laute, Lautstärkeschwankungen, Übersteuerung. Stimme klarer und in den Vordergrund, Lautheit auf −16 LUFS.
Untertitel & Pausenschnitt
Lokale Spracherkennung mit Wort-Zeitstempeln: SRT-Export, Untertitel einbrennen, lange Pausen und Füllwörter automatisch kürzen.
Live-Vorschau
Abspielen mit Echtzeit-Korrektur, Vorher/Nachher-Schieber während der Wiedergabe, optional mit bearbeitetem Ton.
Stapelverarbeitung
Mehrere Videos nacheinander reparieren – jedes automatisch oder mit denselben Einstellungen und demselben Look.
Experten-Modus
Alle Parameter per Regler, 5-Band-EQ, Probehören von Original und Bearbeitung, Vorher/Nachher-Vergleich.
Lokale KI statt Cloud
Die kleinen Modelle sind in der App eingebettet, die großen (Whisper, Demucs) lädst du einmalig per Skript. Alle laufen über Core ML auf dem Neural Engine bzw. der GPU. Die App ist mit App-Sandbox ohne Netzwerk-Berechtigung signiert – macOS verhindert damit technisch jede Internetverbindung.
| Aufgabe | Modell | Hinweis |
|---|---|---|
| Stimme entrauschen | DeepFilterNet3 (Core ML, INT8, 2 MB) | ca. 6× Echtzeit |
| Hochskalieren | Real-ESRGAN x4v3 (Core ML) | langsam, sichtbar mehr Detail |
| Untertitel, Pausenschnitt | Whisper large-v3 turbo (Core ML, optional, ca. 630 MB) | per Skript laden |
| Stimme vom Hintergrund trennen | HTDemucs (Core ML, optional, ca. 410 MB) | per Skript laden, Lizenz der Gewichte prüfen |
| Gesichter (Gegenlicht) | Apple Vision | on-device |
| Stabilisierung | Apple Vision Registrierung | on-device |
Selbst bauen
Es genügen die Command Line Tools – Xcode ist nicht nötig. Die optionalen Modelle (Whisper, Demucs) einmalig laden, dann bauen: